Klein - aber oho: Der 2012er VW POLO 1.2 TDI BMT schaffte auf der Testfahrt 1808 km mit 'weniger als einer Tankfüllung'. Denn der offiziell 45 L fassende Tank hatte (dank Überlauf) ein nutzbares Fassungsvermögen von 55 L .

Aber kann man den Überlauf wirklich bedenkenlos füllen?

                                    J E I N!

Der Überlauf sollte nur dann gefüllt werden wenn man gleich weiterfährt und den Tankdeckel nach kurzer Fahrzeit zwecks Ablassen von Überdruck öffnet und wieder schliesst.

2020 lote(te) ich die Effizienz folgender Fahrzeuge aus:

 

Der neue Stern am Volkswagen-Himmel, der ID.3:

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Hommage an die ersten 25 AMAG VW Käfer rollte der ID.3 , der neue E-Volkswagen, auf eigener Achse von seiner Geburtsstätte Zwickau zur AMAG Schaffhausen in die Schweiz.

Die Fahrt war und blieb spannend wie ein Krimi:

Während im WLTP ein 75 kg Fahrer eingerechnet ist brachten wir zu zweit mit Gepäck sowie Foto- und Drohnen-Ausrüstung rund 250 kg auf die Waage. Und ein Navigations-Fauxpas in Hof ergab mindestens eine Kilowattstunde Zusatzverbrauch.

Eine weitere kWh benötigte die Zielüberhöhung denn Schaffhausen liegt 140 Meter höher als Zwickau. Dafür bescherte uns der 30.7.2020 herrliches Reisewetter.

Mit konsequentem Hypermiling konnte ich die Differenz (111 km) zwischen angezeigter Reichweite und Distanz zum Fahrziel langsam aber stetig reduzieren.

Das Maximaltempo betrug 115 km/h (Segeln im Fichtelgebirge), der Durchschnitt pendelte sich schliesslich bei 56 km/h ein (Fahrzeit gut 9 Stunden).

Der VW ID.3 glänzt mit einer sehr verlässlichen Reichweiten- und Batterieprozent-Anzeige. Und vorbildlich gibt VW mit 58 kWh die Netto- (also nutzbare) Kapazität des Stromspeichers an.

So erreichten wir zur Vesperzeit nach 531 km in der Munotstadt die nördlichste AMAG Niederlassung der Schweiz und gönnten dem rekordverdächtigen VW ID.3 1st endlich eine Strompause.

 

 

Der neue KIA Ceed PHEV Sportswagon 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ist wie gemacht für alpines Gelände ! Eine Fahrt mit voller Batterie und vollem Tank zeigte anschaulich wie weit er kommt und wie sparsam er sich fahren lässt...

Die 8.9 kWh Fahrbatterie erlaubte elektrisches Agglo-Fahren von  71+ km (vorausschauend gefahrene Strecke mit 21 Ortspassagen und Startüberhöhung von 105 Metern).

Erstaunlich wozu dieser gute Mix (Relation ICE : EV) fähig ist: Wir passierten 12 Pässe/Orte zwischen 1000 und 2200 m, querten Städte wie Thun, Schaffhausen, Friedrichshafen, Tölz, Garmisch, Innsbruck etc. und waren zu zweit (statt allein wie auf dem Prüfzyklus) unterwegs. Eine volle Batterie und ein voller Tank stand zur Verfügung.

Erst nach effektiven 1220 km ging's an in Samnaun (nach einer energieintensiven Bergfahrt mit  > 1300 Meter Überhöhung gegenüber dem Startort) wieder an die Tanke.

Dort passten exakt 39.8 L rein. Und ja, der offiziell 37 L fassende Tank fasst bei optimaler Füllung ein paar Liter mehr.

Der ø-Verbrauch lag bei exakt 3.26 L (das sind 76 g CO2 / km) plus 0.7 kWh pro 100 km.

Dieser Parcours zeigt die getestete Autonomie des 2020er KIA CEED SW PHEV:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und mit einer solchen Grafik lässt sich die kWh / Liter Verbrauchsrelation errechnen:

(Untenstehend sind die empirisch ermittelten Hypermiler-Werte für den KIA Ceed SW PHEV)

 

 

 

 

 

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Sieht schick aus der XCeed PHEV von KIA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wird er, motorisiert wie sein Sportswagon Pendant, mit vergleichbaren Verbrauchs- und Reichweiten-Werten glänzen? Wir fanden's raus - Mitte August ...

 

Und am 11.8.20 passten nach 1161.2 Tachokilometern an der zweitgünstigsten Schweizer Tanke genau 41.62 L in den Tank ...

Insgesamt legten wir mit dem komfortablen XCeed in rund 30 Fahrstunden 1562 coupierte Kilometer (Susten, Flüela, Samnaun, Hochtannberg plus 7 weitere, weniger hohe Pässe) zurück und verbrauchten hierfür 51.53 Liter B95 PLUS 1.04 kWh. 

Auf einer fast identischen E-Parcours wie mit dem Ceed SW PHEV (jedoch ohne 3 km Schlusssteigung) fuhr der XCeed mit 95 kg Zuladung exakt 78 km weit (ø 38 km/h, 21 Ortspassagen). Verstromert wurden dabei 87 Batterieprozente (≈ 7.75 kWh) was einen Verbrauch von knapp 10 kWh / 100 km ergibt.

Infolge der ermittelten Kilometerzähler-Abweichung liegt der Konsum sogar noch ≈ 0.6% tiefer.

Der Zwillingsbruder Ceed SW war zwar noch einen Tick sparsamer aber mit 205/55 R16 auch etwas schmalfüssiger unterwegs (XCeed: 235/45 R18)

 

Der neue VW e-UP (35.8 kWh):

Halb so teuer wie ein 'stilish' HONDA e - und - fährt dann 300 kg weniger Fett auf den Rippen mit einer ähnlich grossen Batterie (netto 32.3 kWh) wohl auch weiter ...

Ja, hier gibt's die kWh zum kleinsten Preis. Endlich ein preiswertes kleines E-Auto mit respektabler Reichweite.

Am 21./22. September gings damit auf grosse Runde.

Bestückt mit CONTI EcoContact in der Dimension 185/50 R16 ging's mit fast voller Batterie (as full as it gets) auf grosse Runde: Nach 354 Tacho-km (nach Google gar 366 km), > 60 Ortspassagen und 'zweieinhalb' Pässen (Dach der Tour war der 2224 m hohe Sustenpass) zeigt die Batterie LEER und 0 km Reichweite an.

32 nutzbare kWh ergeben einen Schnitt von gut 9 kWh / 100 km für die knapp 8 Fahrstunden (ohne Klima oder Heizung). Und so bestätigt auch der

e-UP, dass mit Hypermiling ≈ 2/3 des WLTP Verbrauchswerts erzielt werden kann.

Der Bordcomputer war mit 8.0 kWh etwas optimistisch und auch die Reichweitenanzeige ist in topografisch anspruchsvollem Gelände (zu) volatil. Am Ende der Fahrt, in flachem Terrain, waren die Anzeigen sehr verlässlich!

 

Der OPEL CORSA e (50 kWh)

Seine Werksangaben sind schwierig zu durchschauen. 

Für dasselbe Modell varieren die Verbräuche (je nach Ausstattungsoption) zwischen 15.9- und 17.6 kWh, die kombinierten Reichweiten gar zwischen 313- und 349 km. Und von der 50 kWh Batterie scheinen netto nur ≈ 90% nutzbar zu sein. 

Mal sehen ob sich dieser 'gordische Knoten' mit einem Praxistest im Reduit der Schweiz lösen lässt ...

Beim der ersten Proberunde fällt auf, dass der CORSA e keine Batterie-Prozent Anzeige (oder ich habe diese schlicht (noch) nicht finden können) hat.

Der Akkustand ist auf einem horizontalen, acht-teiligen Balken ablesbar doch der exakte Stand muss interpretiert respektive interpoliert werden ...  

Auch die Momentanverbrauchsanzeige zeigt lediglich den Verbrauch bis 50 kW (also der halben Motorenleistung an und die Rekuperationsleistung wird auch nicht vermittelt (dpe Anzeige bleibt einfach bei 0.0 kW stehen).

Eine 31 km Runde mit 350 m HD liess sich mit einem angezeigten ø-Verbrauch von

10.5 kWh /100 km absolvieren. Damit liegt der CORSA e im klassenüblichen Bereich.

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